Allgemeine Geschäftsbedingungen
Diese Bedingungen regeln die Nutzung von pv-tools24.de – vom Testzugang bis zum Abonnement. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB).
1. Geltungsbereich und Anbieter
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Online-Plattform PV-Tools24 unter pv-tools24.de zwischen
Frederick Schüler, Einzelunternehmen unter der Geschäftsbezeichnung PV-Tools24
Pirolweg 5, 42657 Solingen, Deutschland
Telefon: +49 157 30900721 · E-Mail: info@pv-tools24.de
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE331793499
– nachfolgend „Anbieter“ – und den Nutzerinnen und Nutzern der Plattform – nachfolgend „Nutzer“.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, also an natürliche oder juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln – zum Beispiel selbständige Vertriebspartner, Handwerksbetriebe und Energieberater. Verbraucher (§ 13 BGB) können keine Verträge mit dem Anbieter schließen. Mit der Registrierung und mit jeder Bestellung bestätigt der Nutzer, als Unternehmer zu handeln.
Abweichende Bedingungen des Nutzers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
2. Leistungen der Plattform
PV-Tools24 stellt über den Browser nutzbare Rechen- und Planungswerkzeuge rund um Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe, Ladeinfrastruktur und Stromtarife bereit, außerdem Werkzeuge für die Vertriebsorganisation. Welche Werkzeuge in welchem Umfang nutzbar sind, richtet sich nach dem gebuchten Paket; maßgeblich ist die Beschreibung auf der Seite Paketinformationen zum Zeitpunkt der Bestellung.
Die Ergebnisse der Werkzeuge sind Berechnungen und Prognosen. Sie beruhen auf den Eingaben des Nutzers, auf Modellannahmen (zum Beispiel Wetter-, Ertrags-, Verbrauchs- und Preisentwicklungen) und auf Daten Dritter (zum Beispiel Luftbilder, Börsenstrompreise, Fördersätze). Sie ersetzen keine Fachplanung, keine statische, elektrische oder steuerliche Prüfung und keine Rechts- oder Förderberatung. Der Nutzer prüft die Ergebnisse vor der Weitergabe an seine Kunden in eigener Verantwortung.
Der Anbieter entwickelt die Plattform laufend weiter. Er darf Werkzeuge ändern, ergänzen oder ersetzen, solange der wesentliche Leistungsumfang des gebuchten Pakets erhalten bleibt.
3. Registrierung und Nutzerkonto
Die Nutzung setzt ein Nutzerkonto voraus. Bei der Registrierung sind wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und bei Änderungen zu aktualisieren. Ein Anspruch auf Registrierung besteht nicht.
Jedes Konto ist persönlich und gilt für genau eine natürliche Person – in jedem Paket, auch in der Vollversion Gewerbe. Zugangsdaten sind geheim zu halten und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden; die Nutzung eines Kontos durch mehrere Personen ist nicht gestattet. Arbeiten in einem Unternehmen mehrere Personen mit der Plattform, benötigt jede ein eigenes Konto. Erfährt der Nutzer von einem Missbrauch seines Kontos, informiert er den Anbieter unverzüglich.
4. Vertragsschluss
Die Darstellung der Pakete auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung. Die Bestellung läuft in diesen Schritten ab:
- Auswahl des Pakets auf der Seite Paketinformationen oder im Nutzerkonto,
- Registrierung bzw. Anmeldung und Eingabe der für die Zahlung nötigen Angaben,
- Anzeige der Bestellübersicht mit Paket, Preis, Laufzeit und den Rechtstexten; Eingabefehler lassen sich dort vor dem Absenden korrigieren,
- Abgabe der verbindlichen Bestellung über die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ (bei kostenlosen Paketen „Kostenlos registrieren“). Mit der Bestellung bestätigt der Nutzer, als Unternehmer zu handeln.
Der Vertrag kommt zustande, sobald der Anbieter den Zugang zum gebuchten Paket freischaltet, spätestens mit der Bestätigung der Bestellung per E-Mail. Vertragssprache ist Deutsch. Der Vertragstext wird vom Anbieter nicht gesondert für den Nutzer gespeichert; die Bestelldaten erhält der Nutzer per E-Mail, die jeweils gültigen AGB sind auf dieser Seite abrufbar und können gespeichert oder gedruckt werden.
5. Pakete, Preise und Testphase
Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Seite Paketinformationen genannten Pakete und Preise. Alle Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %). Derzeit:
- Testzugang – nach der Registrierung sieben Tage kostenlos im Umfang der Vollversion Vertrieb. Danach ist die Nutzung der Tools nur mit einem Paket möglich; das Konto selbst bleibt bestehen.
- Starterpaket – 9,99 € netto pro Monat oder 107,89 € netto pro Jahr.
- Vollversion Vertrieb – 19,99 € netto pro Monat oder 215,89 € netto pro Jahr.
- Vollversion Gewerbe – 39,99 € netto pro Monat oder 431,89 € netto pro Jahr.
Bei Jahreszahlung gewährt der Anbieter einen Rabatt von 10 % gegenüber zwölf Monatsbeiträgen.
Weitere Kosten fallen nicht an. Der Bruttobetrag wird in der Bestellübersicht ausgewiesen. Ist bei einem Paket eine kostenlose Testphase angegeben (derzeit ein Monat beim Starterpaket und sieben Tage bei der Vollversion Vertrieb; die Vollversion Gewerbe hat keine Testphase), beginnt das kostenpflichtige Abonnement mit dem Ablauf der Testphase, wenn der Nutzer nicht vorher kündigt. Auf Beginn, Dauer und Folgepreis wird in der Bestellübersicht hingewiesen. Jeder Nutzer kann die Testphase eines Pakets nur einmal in Anspruch nehmen.
6. Zahlung
Das Entgelt wird je nach gewähltem Zahlungsintervall monatlich oder jährlich im Voraus fällig und über den bei der Bestellung gewählten Zahlungsdienst eingezogen. Zur Verfügung stehen derzeit PayPal und Stripe (Kredit- und Debitkarte sowie die dort jeweils angebotenen Zahlarten). Es gelten ergänzend die Bedingungen des gewählten Zahlungsdienstes. Rechnungen stellt der Anbieter elektronisch bereit.
Schlägt ein Einzug fehl oder wird eine Zahlung zurückgebucht, kann der Anbieter den Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen bis zum Ausgleich sperren. Vom Nutzer zu vertretende Rücklastkosten trägt der Nutzer. Gespeicherte Daten bleiben während einer Sperre erhalten.
7. Laufzeit und Kündigung
Kostenpflichtige Pakete laufen bei monatlicher Zahlung einen Monat und verlängern sich jeweils um einen weiteren Monat, wenn sie nicht gekündigt werden. Bei Jahreszahlung beträgt die Laufzeit ein Jahr; sie verlängert sich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn sie nicht zum Ende der Laufzeit gekündigt wird. Der Nutzer kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen – im Nutzerkonto unter „Abo“ oder in Textform, zum Beispiel per E-Mail an info@pv-tools24.de. Bis zum Ende des bezahlten Zeitraums bleibt der Zugang bestehen; danach lassen sich die Tools nicht mehr nutzen. Gespeicherte Kunden und Projekte bleiben im Konto erhalten und sind nach einer erneuten Buchung wieder im vollen Umfang nutzbar.
Der Anbieter kann kostenpflichtige Pakete mit einer Frist von vier Wochen zum Ende eines Abrechnungsmonats kündigen. Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Nutzer trotz Abmahnung gegen wesentliche Pflichten aus diesen AGB verstößt, Zugangsdaten weitergibt, als Verbraucher bestellt hat oder mit der Zahlung für zwei Monate in Verzug ist.
Ein Konto ohne laufendes Paket kann der Nutzer jederzeit löschen lassen; der Anbieter kann es mit einer Frist von zwei Wochen kündigen.
8. Kein Widerrufsrecht, freiwillige Geld-zurück-Regel
Da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet, besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht.
Der Anbieter räumt freiwillig Folgendes ein: Bucht ein Nutzer erstmals ein Paket, das keine kostenlose Testphase hat (derzeit die Vollversion Gewerbe), erstattet der Anbieter auf Anfrage den ersten Beitrag, wenn die Anfrage innerhalb von 14 Tagen nach der ersten Zahlung per E-Mail an info@pv-tools24.de eingeht. Mit der Erstattung endet das Abonnement sofort. Die Regel gilt je Nutzer und Paket nur einmal und weder für Verlängerungen noch für erneute Buchungen. Bei Paketen mit kostenloser Testphase (derzeit Starterpaket und Vollversion Vertrieb) dient die Testphase dem Ausprobieren; eine Erstattung findet dort nicht statt.
9. Nutzungsrechte und Pflichten des Nutzers
Der Nutzer erhält für die Laufzeit des Vertrags das einfache, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht, die Plattform im Umfang des gebuchten Pakets für eigene geschäftliche oder private Zwecke zu nutzen. Mit den Werkzeugen erzeugte Auswertungen und PDF-Dokumente darf der Nutzer seinen eigenen Kunden und Interessenten überlassen.
Nicht gestattet ist es insbesondere,
- die Plattform oder Teile davon zu vervielfältigen, zu dekompilieren, weiterzuverkaufen oder Dritten als eigenen Dienst bereitzustellen,
- Inhalte automatisiert auszulesen oder die Plattform über das übliche Maß hinaus zu belasten,
- Schutzmechanismen, Paketgrenzen oder Freischalt-Codes zu umgehen,
- rechtswidrige Inhalte einzugeben oder Rechte Dritter zu verletzen.
Alle Rechte an der Plattform, an Texten, Gestaltung, Berechnungsmodellen und Marken verbleiben beim Anbieter bzw. den jeweiligen Rechteinhabern. Karten- und Luftbilddaten Dritter dürfen nur im Rahmen der Werkzeuge und der Bedingungen des jeweiligen Anbieters verwendet werden.
10. Daten des Nutzers und seiner Kunden
Der Nutzer bleibt Inhaber der von ihm eingegebenen Daten. Gibt er personenbezogene Daten seiner eigenen Kunden ein (zum Beispiel Name, Anschrift, Verbrauchsdaten), ist er dafür datenschutzrechtlich verantwortlich und stellt sicher, dass er dazu berechtigt ist. Der Anbieter verarbeitet diese Daten insoweit im Auftrag des Nutzers; einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO stellt der Anbieter auf Anfrage bereit.
Der Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, wichtige Ergebnisse zu sichern, etwa als PDF. Endet ein Abonnement, bleiben die gespeicherten Daten im Konto liegen. Gelöscht werden sie erst, wenn das Konto gelöscht wird: Der Anbieter hält sie dann noch 30 Tage zum Abruf bereit und löscht sie danach, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
11. Verfügbarkeit und Dienste Dritter
Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeit. Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates und Störungen außerhalb seines Einflussbereichs (zum Beispiel beim Hosting oder im Internet) können zu vorübergehenden Einschränkungen führen.
Einige Funktionen beruhen auf Diensten Dritter, etwa Kartendiensten, Adresssuche und Börsenstrompreisen. Für deren Verfügbarkeit, Richtigkeit und Fortbestand übernimmt der Anbieter keine Gewähr; fällt ein solcher Dienst weg, darf der Anbieter ihn durch einen gleichwertigen ersetzen oder die betroffene Funktion anpassen.
12. Mängelrechte
Mängel sind in Textform und nachvollziehbar zu melden; der Anbieter beseitigt sie in angemessener Frist, nach seiner Wahl durch Korrektur, Umgehung oder eine neue Fassung. Unerhebliche Abweichungen begründen keine Ansprüche. Die verschuldensunabhängige Haftung für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen. Im Übrigen richtet sich die Haftung nach dem folgenden Abschnitt.
13. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht – also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf – ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf die Summe der Entgelte, die der Nutzer in den zwölf Monaten vor dem Schadensereignis an den Anbieter gezahlt hat. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
Der Anbieter haftet insbesondere nicht dafür, dass berechnete Erträge, Ersparnisse, Förderbeträge oder Provisionen tatsächlich eintreten, und nicht für Entscheidungen, die der Nutzer oder dessen Kunden auf Grundlage der Ergebnisse treffen. Für den Verlust von Daten haftet er bei leichter Fahrlässigkeit nur in der Höhe, die auch bei regelmäßiger, dem Risiko angemessener Sicherung durch den Nutzer entstanden wäre. Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
14. Preisänderungen
Der Anbieter kann die Entgelte laufender Abonnements mit Wirkung für künftige Abrechnungsmonate anpassen, um gestiegene Kosten (zum Beispiel für Hosting, Kartendienste, Zahlungsabwicklung) oder einen erweiterten Leistungsumfang auszugleichen. Er teilt die Änderung mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Der Nutzer kann das Abonnement bis zum Wirksamwerden jederzeit kündigen; darauf weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Kündigt der Nutzer nicht, gilt ab dem genannten Zeitpunkt der neue Preis.
15. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht – etwa geänderte Gesetze oder Rechtsprechung, neue Funktionen oder Sicherheitsanforderungen – und die Änderung den Nutzer nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge und auf das Widerspruchsrecht weist der Anbieter in der Mitteilung hin. Widerspricht der Nutzer, gelten die bisherigen AGB fort; beide Seiten können dann zum Ende des Abrechnungsmonats kündigen. Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung wesentlich verschieben, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Nutzers.
16. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag ist Solingen, soweit der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Der Anbieter darf den Nutzer auch an dessen Sitz verklagen.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: 19. September 2026